Spitze Feder - ästhetische Worte - feinsinnige Texte - auf den.
Die aktuell drängendste Frage vorweg:
Was kann ein Journalist, was Künstliche Intelligenz (KI) nicht kann?
Antwort der KI:
„Während KI leistungsfähig in der Datenanalyse und Informationsverarbeitung ist, verfügen Journalist:innen über einzigartige Fähigkeiten: kritisches Denken, ethisches Urteilsvermögen, investigative Recherche, kreatives Storytelling, Empathie, persönliche Verantwortung und kulturelles Verständnis – Qualitäten, die KI derzeit nicht vollständig nachahmen kann.“
Derzeit? Was bleibt den Journalist:innen also künftig noch?

Anleitung zum Wiederauffinden der verlorenen Zeit
Wenn Sie die Strecke von Thun nach Bern im Auto zurücklegen, erreichen Sie das Ziel in ungefähr 30 Minuten. Wenn Sie die gleiche Strecke entlang der Aare wandern, erreichen Sie das Ziel nach 6–8 Stunden. Ein passionierter Wanderer wird einwenden, dass das Ziel, das Ziel zu erreichen, nicht zielführend ist – denn in Einklang mit einer oft Konfuzius zugeschriebenen Weisheit gilt: Der Weg ist das Ziel. Ansonsten würden Sie bei einer Rundwanderung an Ort und Stelle treten. Haben Sie sich ein Leistungsziel gesetzt, etwa die Strecke von Thun nach Bern in 6 Stunden zurückzulegen, tatsächlich aber 6 Stunden

Vom Wahren, Guten und Schönen – oder wie wir mit Weckern Wirklichkeit schaffen
Der antike Philosoph Platon unterschied sinngemäss zwei Arten der Wirklichkeit Die mit unseren Sinnen zugängliche Wirklichkeit: Sie ist ständig im Wandel, unvollkommen und letztlich nur ein Abbild der eigentlichen Wirklichkeit. Die unseren Sinnen unzugängliche, eigentliche Wirklichkeit: Der «Ideenhimmel», der die Urbilder umfasst, auf die sich alle Abbilder beziehen. Sie sind unveränderlich und vollkommen – oder anders ausgedrückt: wahr, gut und schön. Ein Beispiel ist der Kreis – also die vollkommene, mathematisch exakte Kreisform: Er ist das Urbild. Alle konkreten Kreise, die wir zeichnen oder in der Welt sehen (Rad, Münze, Teller), sind nur Abbilder dieses vollkommenen Kreises: immer leicht ungenau,

Wo keine Bäckerei, da kein Bäcker
Als Blogger brauche ich nicht zwingend eine Leserschaft, so wie ein König nicht zwingend einen Staat braucht – jeder kann sich «Tagebüchler» nennen oder zum Herrscher über Nomansland ernennen. Dennoch bleibt eine Rolle oder Eigenschaft, die ich mir selbst zuschreibe, aber keine Resonanz in der Gesellschaft findet, existenziell wertlos. Ich kann mich zwar im Spiegel betrachten, mich als attraktiv beurteilen und davon ausgehen, dass das Spieglein an der Wand mir die «Wahrheit» ins Gesicht zeigt. Wenn sich aber kein Mensch zu mir hingezogen fühlt, fällt dieses Selbstbild, zumindest beim reflektierten Menschen, in sich zusammen. Ich bin gezwungen, dieses zu
