
Ernährungsinitiative – Was versteht die Politik am Wort «anstreben» nicht?
Die Verfassung verpflichtet den Bund, unser Land in schweren Notlagen mit dem Nötigsten zu versorgen. Doch während das Parlament aktuell über Mehrkosten von mehreren Hundert Millionen Franken über dem «Fixpreis» für Kampfjets debattiert, reichen unsere Lebensmittel im Ernstfall gerade einmal für wenige Monate. Was geschieht, wenn die Lieferketten für importierte landwirtschaftliche Vorleistungen wie Saatgut, Pflanzenschutz, Mineraldünger, Maschinen und Treibstoff plötzlich abreissen? Auf die Frage, warum diese Abhängigkeiten nicht in die Selbstversorgungsquote einfliessen, hat das Bundesamt für Landwirtschaft eine verblüffend ehrliche Antwort: weil der Selbstversorgungsgrad sonst gegen null tendieren würde. Wie kann das sein? – und sollte nicht besser heute als morgen eine krisensichere Lebensmittelversorgung angestrebt werden?
