
Der kognitive Energiesparmodus: Warum wir die Welt labeln
«Stell dir vor, es gibt Labels – und keiner geht hin.» Im Original ist an dieser Stelle bekanntlich vom Krieg die Rede. Aber trennt diese beiden Konzepte wirklich so viel? Steht nicht auch am Anfang jedes Konflikts die Etikettierung der Welt: Ost gegen West, Gut gegen Böse, Wir gegen Die? Wir definieren uns als -isten, leben und leiden in -schaften und schlagen uns für -ismen den Schädel ein. Labels geben Orientierung, stiften Identität und schaffen Zugehörigkeit. Gleichzeitig grenzen sie unbarmherzig aus. Sind Labels also gut oder schlecht? Um an dieser Stelle nicht gleich schwarz-weiss zu labeln, bediene ich mich einer häufigen Antwort eines Experten: Es kommt darauf an…
