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Der kognitive Energiesparmodus: Warum wir die Welt labeln

«Stell dir vor, es gibt Labels – und keiner geht hin.» Im Original ist an dieser Stelle bekanntlich vom Krieg die Rede. Aber trennt diese beiden Konzepte wirklich so viel? Steht nicht auch am Anfang jedes Konflikts die Etikettierung der Welt: Ost gegen West, Gut gegen Böse, Wir gegen Die? Wir definieren uns als -isten, leben und leiden in -schaften und schlagen uns für -ismen den Schädel ein. Labels geben Orientierung, stiften Identität und schaffen Zugehörigkeit. Gleichzeitig grenzen sie unbarmherzig aus. Sind Labels also gut oder schlecht? Um an dieser Stelle nicht gleich schwarz-weiss zu labeln, bediene ich mich einer häufigen Antwort eines Experten: Es kommt darauf an…

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Survival of the wittiest

Der «Gantrisch-Rundweg» führt meine Wanderbegleiterin und mich über einen relativ steilen, aber breiten Pfad auf den Gipfel der Bürglen (2165 m). Das Wort relativ fällt unterwegs laufend: «Es sieht relativ steil aus. Wir gewinnen relativ rasch an Höhe.» Warum relativ: Es ist nicht überhängend, Reinhold Messner würde dieselbe Höhe vermutlich noch heute, mit bald 82 Jahren, in weniger als der Hälfte der Zeit erreichen – und unser Rundweg ist zwar im Gantrischgebiet, hat aber mit der geplanten Route relativ wenig zu tun.

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