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Ernährungsinitiative – Was versteht die Politik am Wort «anstreben» nicht?

Die Verfassung verpflichtet den Bund, unser Land in schweren Notlagen mit dem Nötigsten zu versorgen. Doch während das Parlament aktuell über Mehrkosten von mehreren Hundert Millionen Franken über dem «Fixpreis» für Kampfjets debattiert, reichen unsere Lebensmittel im Ernstfall gerade einmal für wenige Monate. Was geschieht, wenn die Lieferketten für importierte landwirtschaftliche Vorleistungen wie Saatgut, Pflanzenschutz, Mineraldünger, Maschinen und Treibstoff plötzlich abreissen? Auf die Frage, warum diese Abhängigkeiten nicht in die Selbstversorgungsquote einfliessen, hat das Bundesamt für Landwirtschaft eine verblüffend ehrliche Antwort: weil der Selbstversorgungsgrad sonst gegen null tendieren würde. Wie kann das sein? – und sollte nicht besser heute als morgen eine krisensichere Lebensmittelversorgung angestrebt werden?

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Der kognitive Energiesparmodus: Warum wir die Welt labeln

«Stell dir vor, es gibt Labels – und keiner geht hin.» Im Original ist an dieser Stelle bekanntlich vom Krieg die Rede. Aber trennt diese beiden Konzepte wirklich so viel? Steht nicht auch am Anfang jedes Konflikts die Etikettierung der Welt: Ost gegen West, Gut gegen Böse, Wir gegen Die? Wir definieren uns als -isten, leben und leiden in -schaften und schlagen uns für -ismen den Schädel ein. Labels geben Orientierung, stiften Identität und schaffen Zugehörigkeit. Gleichzeitig grenzen sie unbarmherzig aus. Sind Labels also gut oder schlecht? Um an dieser Stelle nicht gleich schwarz-weiss zu labeln, bediene ich mich einer häufigen Antwort eines Experten: Es kommt darauf an…

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